Es entstand großer Druck an der Polizeisper­re, der nur mit Einsatz von Gewalt hätte aufgehalten werden können

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Es ist ein Skandal, dass der Leipziger Polizeipräsident von Politikern und Medien niedergemacht wird.
Trotz massiver Provokationen von Gruppen, die sowohl bei den Rechts- als auch den Linksextremisten zu suchen sind, war sich eine riesige Menschenmenge einig, dass sie ihr Recht auf Versammlungsfreiheit und Demonstration friedlich durchsetzen wollte. Es war tatsächlich wie 1989 eine Bewegung, die vom Volk ausging. Die Menschen blieben stundenlang standhaft und waren vereint in der Überzeugung, dass die hartnäckige Forderung an die Polizei, den Weg frei zu machen, zum Erfolg führen würde. Die Leipziger Polizei gab tatsächlich nach und die Menschen triumphierten nicht, sondern waren einfach nur glücklich, dass sie das machen konnten, was sie sich vorgenommen hatten, nämlich einen friedlichen, fröhlichen, besinnlichen Demonstrationszug über den Leipziger Altstadtring zu machen.

Rechtsanwalt Haintz bekräftigt die Aussage des Leipziger Polizeipräsidenten, dass es nicht verhältnismäßig gewesen wäre, gegen friedliche Demonstranten, die ihr Recht auf eine Spontanversammlung wahrgenommen haben, mit Gewalt vorzugehen und bezeichnet die Forderung diverser Politiker und Medien nach dem Einsatz von Gewalt als demokratiefeindlich.


Die Bewegung muss friedlich bleiben, denn nur auf diese Weise kann sie sich davor schützen, mit allen, auch polizeilichen, Mitteln zerschlagen zu werden. Markus Haintz hat den Eindruck, dass es keine andere Berufsgruppe gibt, in der der Prozentsatz von Menschen so hoch ist, die Verständnis für die Querdenker-Bewegung haben, wie in der Polizei. Es sei also nicht nur taktisch klug, sondern auch inhaltlich gerechtfertigt, die Polizei nicht zu provozieren.