Gestern erreichte uns ein Brief aus Ottensen:

Hamburg

Warum ich - natürlich unter Berücksichtigung des Sicherheitsabstands - auf die Straße gehen möchte:

Ich habe oft meine Mutter (Jahrgang 1925) gefragt: Wieso haben damals in der Nazizeit alle Bürger so scheinbar widerstandslos alles mitgemacht?
Heute verstehe ich wirklich, was sie versucht hat, mir zu erklären.
 
Die gleichgeschalteten Medien und Pressen, die auf mich wie Propagandisten wirken, die gleichgeschalteten Politiker (wo war die Oposition und die Debatte, als wichtige Grundgesetze außer Kraft gesetzt wurden?), die „Angstmache“, die so gewollt und verabredet wirkt. Das Außerkraftsetzen von bürgerlichen Grundrechten (wie damals 33 die Notstandsgesetze). Und jetzt auch noch das immer heftiger und unfairer werdende Einschlagen auf abweichende Meinungen…
 
Das alles macht mir Angst! Um mir eine Meinung bilden zu können, und durch auffallende Abwesenheit von öffentlicher Gegenmeinungen, bin ich gezwungen, diese bei den alternativen Medien im Internet zu suchen. Natürlich bleibe ich auch hierbei skeptisch und kritisch und prüfe die Fakten.
 
Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass ich nicht umfassend aufgeklärt werde! Ich kann nicht nachvollziehen, warum die von der Regierung angegebenen Fakten, die sich nur auf einige wenige und dazu meiner Meinung nach nicht unabhängige Experten stützen, ausreichen sollen, mir als Bürger mehrere essentielle Grundrechte zu entziehen.
 
Das allerwichtigste ist für mich im Moment mein Recht auf sichtbare und öffentliche Meinungsäußerung. Die Regierenden sollen wissen, dass ich nicht einverstanden bin mit der Art und Weise, wie sie zu ihrem Urteil gefunden haben, aufgrund dessen sie so derartig einschneidende Gesetzesänderungen im Eilverfahren durchgewunken haben.
 
Ich habe Angst davor, dass Mißbrauch geschehen könnte und möchte meinen Enkeln später nicht sagen müssen: Ich habe feige geschwiegen.
Ich möchte, dass die Regierenden ihr Urteil überdenken, darüber öffentlich debattieren und dazu mehr Experten zu Rate ziehen, als sie das bisher tun.
 
In diesem Sinne – auch in Hamburg!

 

8 Gedanken zu „Gestern erreichte uns ein Brief aus Ottensen:“

  1. Hallo alle zusammen,

    eure Beiträge sprechen mir aus dem Herzen. Bei mir war es so, dass ich zu Beginn dieses Theaters genau zwei Tage lang Angst hatte, mich anzustecken. Damals wurde ich ausgelacht, als ich einen Maulkorb tragen wollte und mit Desinfektionsmittel (in meinem Fall ein ökologisches 🙂 zum Einkaufen gegangen bin. Erst die Aussage von Herrn Drosten, dass ein Mund-/Nasenschutz völlig sinnlos sei und die Tatsache, dass meine Ärztin so gar keine Desinfektionsmaßnahmen in ihrer Praxis anbot, haben mich aufhorchen lassen. Auch wunderte ich mich darüber, dass in den Geschäften keine Desinfektionsmittel zur Verfügung standen. Dann begann ich zu recherchieren und es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Na gut… ehrlich gesagt, ich habe mich nie für Politik interessiert, weil ich immer das Gefühl hatte, ich werde nicht gehört und dass „die da oben“ doch machen, was sie wollen. Egal, was vor der Wahl versprochen wurde. Vor ca. 10 Jahren hatte ich einen Brief an Frau Merkel geschrieben. Es ging um Fragen zum Gesundheitssystem. Damals erhielt ich die Antwort, künftig solche Anfragen zu unterlassen. Ansonsten würden rechtliche Schritte gegen mich eingeleitet werden. Dabei war der Brief noch nicht einmal beleidigend oder unhöflich. Ich hatte ihn sogar vorher mehreren Menschen gezeigt um sicher zu sein, dass meine Emotionen beim Schreiben nicht mit mir durchgegangen sind. Irgendwann bildete ich mir dann meine eigene politische Meinung. Das die Wahrheit jetzt allerdings so unglaublich viel schlimmer ist, hätte ich niemals auch nur im Traum vermutet. Ach übrigens: Jetzt, wo alles so gut wie vorbei ist, werde ich angefeindet, wenn ich KEINE Maske trage. Das ist wirklich kurios…

    Viele liebe Grüße aus Wolfsburg 🙂

  2. Großartig, Vielen-Vielen Dank für diesen Brief !!

    Braucht ihr von der SA-Meditation heute 25.04. auf dem Rathausmarkt evtl. Fotos oder ein Video? Ich war da mit ca. 25 anderen Teilnehmern und werde nächsten SA wieder da sein.

    Es wäre toll, wenn es jemanden gäbe, der/die für nächsten SA 15:30 etwa 3-4 Treffpunkte für solche SA-Meditationen in HH „ankündigen“ würde, damit noch mehr Interessierte an diesen Orten zusammenfinden können!
    Heute gab es viele, die zu spät kamen, weil sie nicht wussten, wo die SA-Meditation in HH stattfindet.

    Besser als mit öffentlichen Meditationen jeden SA um 15:30 kann man diese (Nicht-)Strategie bzw. Einschüchterung nicht ad absurdum führen: Im 2m-Abstand zueinander meditierende Personen können sich selbst untereinander und auch unbeteiligte Passanten aufgrund ihrer unbeweglichen Sitzhaltung per Definition keinem höheren Infektionsrisiko aussetzen (gegenüber dem Fall, wo sie alleine unterwegs gewesen wären), haben die „Abstandsvorgaben“ vorbildlich verinnerlicht, halten sie ein und werden trotzdem von der Polizei des Platzes verwiesen, nur weil die Verordnung sagt, dass nicht genehmigte Ansammlungen von > 2 Personen verboten sind!

    Hier geht es nicht mehr um die originäre Einhaltung des Infektionsschutzes, sondern nur noch um Einschüchterung, Formalismus und die Einhaltung von Regeln um der Regeln willen (DIE REGELN MÜSSEN EINGEHALTEN WERDEN, WEIL VERSAMMLUNGEN NICHT ERLAUBT SIND!!). Ich bin fassungslos und will dieses System mit SA-Meditationen weiter ad absurdum führen. Ich gehe davon aus, dass die Teilnehmerzahlen bald sehr-sehr deutlich zunehemen werden. Die Stimmung heute war sehr friedlich und entsprach dem meditativen Anlass.

    Die Hamburger Politiker und Medien will ich auch dazu anschreiben. Ich kann und will einfach nicht glauben, dass ein Reflektieren, Abwägen und Korrigieren nicht mehr stattfindet.

  3. Jetzt ist es wichtig, sich mit allen demokratischen Kräften zu vereinen und geschlossen
    auf die Straße zu gehen und für das Grundgestz zu demonstrieren auch am 1. Mai:
    SPD,LINKE,Antifa, VVN, fff, Liberale, Sozialisten, GRÜNE!

    100.000 Menschen am 1. Mai um 12:00 Uhr auf die Mönckebergstraße, ein großer Sternmarsch zum Rathaus – aus allen Stadtteilen! Schließt euch zusammen!
    Organisiert den Widerstand!

    Chr.Ganesha Lauterbach

    1. Was hat die Antifa bitte mit Demokratie und Grundrechten zu tun ???? Das ist die Merkel-SA , die die Menschen einschüchtern soll, um Demokratie und Freiheit abzuschaffen!!!
      Wir brauchen Experten, Ärzte und Staatsrechtler, die Tatsachen erklären können. Wir brauchen verschiedene Sichtweisen und nicht einseitigen Totalitarismus. Aus der Abwägung der Argumente entsteht eine tragfähige Lösung – nicht aus ideologischem Dogmatismus.

  4. Ich schlisse mich dem gesagtem an und möchte gerne HANDELN! Die Demos alleine bewirken nicht viel, weil die Bevölkerung ANGST hat. Es liegt jetzt an uns, den jenigen die hinter den Lügen blicken, unsere Freunde und Nachbarn zur informieren.
    Mit besten Grüßen aus Hamburg

  5. Alexandra Behrens

    Das spricht mir aus der Seele. Es wurde uns zunächst vermittelt, dass durch die Maßnahmen eine Verdoppelungsrate der Neuinfektionen von mindestens 15 Tagen angestrebt würde, um unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Da man über das Virus wenig wusste und man sich auf die Modellrechnungen der Virologen verlassen musste, erschien mir dies trotz mangelnder Aufklärung noch als halbwegs sinnvoll. Allerdings wurde dieses Ziel schon vor ca. 2 Wochen erreicht. Warum wurde uns nicht spätestens zu diesem Zeitpunkt eine Exitstrategie präsentiert, die verfassungsmäßig dem Grundsatz „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ entspricht? Warum wird stattdessen eine Angstkultur geschürt, um die Einschränkungen unserer Grundrechte weiter zu rechtfertigen? Es ist an der Zeit, gestandenen Medizinern, wie Herrn Prof. Püschel, Gehör zu schenken. Wir müssen weiter mit dem Virus leben, und es gibt kein Recht auf Unsterblichkeit in unserem Grundgesetz.

  6. Steffen Schwarze

    Warum auch ich – natürlich unter Berücksichtigung des Sicherheitsabstands – auf die Straße gehen werde:

    Aus einem Brief einer besorgten Bürgerin aus Ottensen:
    „Ich habe oft meine Mutter (Jahrgang 1925) gefragt: Wieso haben damals in der Nazizeit alle Bürger so scheinbar widerstandslos alles mitgemacht?
    Heute verstehe ich wirklich, was sie versucht hat, mir zu erklären.“

    Genau diese Frage habe ich auch meinen Großeltern schon in den 1980er Jahren gestellt. Und auch mir wird nun in beängstigender Weise erlebbar was ich damals zwar begriffen habe aber nicht spüren konnte.

    „Die gleichgeschalteten Medien und Pressen, die auf mich wie Propagandisten wirken, die gleichgeschalteten Politiker (wo war die Oposition und die Debatte, als wichtige Grundgesetze außer Kraft gesetzt wurden?), die „Angstmache“, die so gewollt und verabredet wirkt. Das Außerkraftsetzen von bürgerlichen Grundrechten (wie damals 33 die Notstandsgesetze). Und jetzt auch noch das immer heftiger und unfairer werdende Einschlagen auf abweichende Meinungen…“

    Das alles macht auch mir Angst!
    „Um mir eine Meinung bilden zu können, und durch auffallende Abwesenheit von öffentlicher Gegenmeinungen, bin ich gezwungen, diese bei den alternativen Medien im Internet zu suchen. Natürlich bleibe ich auch hierbei skeptisch und kritisch und prüfe die Fakten.“

    Auch Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass ich nicht umfassend aufgeklärt werde!

    „Ich kann nicht nachvollziehen, warum die von der Regierung angegebenen Fakten, die sich nur auf einige wenige und dazu meiner Meinung nach nicht unabhängige Experten stützen, ausreichen sollen, mir als Bürger mehrere essentielle Grundrechte zu entziehen.

    Das allerwichtigste ist für mich im Moment mein Recht auf sichtbare und öffentliche Meinungsäußerung. Die Regierenden sollen wissen, dass ich nicht einverstanden bin mit der Art und Weise, wie sie zu ihrem Urteil gefunden haben, aufgrund dessen sie so derartig einschneidende Gesetzesänderungen im Eilverfahren durchgewunken haben.

    Ich habe Angst davor, dass Mißbrauch geschehen könnte und möchte meinen Enkeln später nicht sagen müssen: Ich habe feige geschwiegen.
    Ich möchte, dass die Regierenden ihr Urteil überdenken, darüber öffentlich debattieren und dazu mehr Experten zu Rate ziehen, als sie das bisher tun.“

    Diese Zeilen sind fast ausschließlich zitiert, da es mir einfach nicht gelungen ist es noch treffender zu formulieren.

    Ich kann nur Alle auffordern Ihre Grundrechte nicht aufzugeben und wenn nötig zu verteidigen.

    Mit besten Grüßen aus Rostock

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