„Ich bin sehr froh, dass meine Mutter das nicht mehr erleben muss.“

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Sehr geehrter Herr Tschentscher,

ab kommenden Montag gilt auch die Maskenpflicht in Hamburg.

Ich möchte Folgendes zu bedenken geben: Ich arbeite im Verkauf von hochwertigen Möbeln. Das heißt, wenn man am Schreibtisch sitzt, lasse ich die Maske unten, sobald ein Kunde kommt, ziehe ich die Maske mit meinen Händen hoch, ziehe sie anschließend  wieder nach unten, weil ich vielleicht auch mal etwas trinken muss. Und das mehr als 8 Stunden am Tag! Evtl. muss ich auch mal husten, tue dies – weil vielleicht gerade die Maske vor dem Gesicht ist – in die Maske, ziehe sie wieder mit meinen Händen runter, da – am Schreibtisch sitzend – ich ja keine Maske benötige. Das dann circa 20 – 30 Mal am Tag! Ich kann mir nicht vorstellen, dass das gut ist.

Ich hätte eine Maskenpflicht zu Beginn der Maßnahmen noch verstanden, aber nach 5 Wochen? Die Menschen waren trotzdem alle Lebensmittel einkaufen, innerhalb dieser 5 Wochen. Würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass wenn ich keine Maske aufsetzte, dann würde / könnte ich auch keine Lebensmittel mehr bekommen, einkaufen?

Ich würde mir sehr wünschen, dass sowohl die Presse als auch die Politik endlich aufhören mit dieser Panik.

Um dem Vorwurf zu entgehen, ich wäre verantwortungslos, möchte ich sagen: Meine Mutter hatte 6 Jahre Demenz, ist daran gestorben. Ich war in dieser Zeit sehr viel in Krankenhäusern. Ich weiß also was es heißt, die entsprechenden Hygienemaßnahmen zu beachten. Des weiteren ist 3 Jahre vor meiner Mutter mein Bruder mit 52 Jahren verstorben und sechs Wochen vor meinem Bruder einer meiner besten Freunde mit 45 Jahren. Ich weiß also auch, was es heißt Menschen zu verlieren. Was Tod bedeutet. Denn häufig wird einem ja gerade in den letzten Wochen vorgeworfen, man wäre dann nicht verantwortungsvoll.

Aber lassen Sie uns doch weg kommen, Panik zu verbreiten.

Ich verstehe auch nicht, warum den Menschen keine Eigenverantwortung, Selbstbestimmtheit zugetraut wird. Ich bin wirklich sehr froh, dass meine Mutter das nicht mehr mitmachen muss. Daran wäre sich dann sicherlich zerbrochen.

Welchen Preis zahlen wir für diese Maßnahmen?

Mein bester Freund arbeitet in einem sehr großen Krankenhaus in NRW (2.000 Tsd. Angestellte) als stellv. Personalleiter. Dort wurde mit dem Betriebsrat vereinbart, dass die Pfleger/innen in den „normalen“ Abteilungen – 170 Std. zugewiesen bekommen, damit  Kurzarbeit vermieden werden kann. Und das ist ja nicht das einzige Krankenhaus. Ist das nicht eine fatale Situation? Die Menschen trauen sich nicht mehr ins Krankenhaus, OPs werden verschoben. Ich möchte jetzt nicht äußern, was er zu den Maßnahmen des Gesundheitsministers sagt.

Frau Merkel sagte doch noch,  die Gesundheit steht an erster Position. Ganz so, stimmt das ja dann doch nicht!

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