Viele Lehrer*innen halten sich für Risiko­patienten, ohne es zu sein

Laut “Hamburger Abendblatt” vom 17.6.2020 hat eine Stichprobe an 10 Schulen ergeben, dass bis zu 30 % der Lehrer eines Kollegiums aus gesundheitlichen Gründen keinen Präsenzunterricht an der Schule geben wollten. “Eine niedergelassene Ärztin aus dem Großraum Hamburg berichtet, dass sich überdurchschnittlich viele Lehrer krankschreiben lassen wollen, weil sie Angst hätten, sich anzustecken, und sich für Risikopatienten hielten, ohne es in Wahrheit zu sein. Ein Krankenhausarzt berichtet, dass Lehrer ihm `die Bude einrennen, um mit banalsten Gründen eine Bescheinigung zu erhalten, dass sie Risikopersonen seien`.”

Der Hamburger Schulsenator kündigt für das neue Schuljahr höhere Hürden für eine Befreiung vom Präsenzunterricht an.

Aus einer Untersuchung der Unikliniken Heidelberg, Ulm, Freiburg und Tübingen von 2.500 Kindern vom 1. bis 10. Lebensjahr und einem Elternteil auf Infektionen oder überstandene Ansteckungen, die gerade veröffentlicht wurde, geht hervor, dass “Kinder …keine besonderen Treiber einer Corona-Infektion (sind), wie wir das etwa bei Grippeviren kennen” (Hamburger Abendblatt vom 17.6.2020). Auch eine Studie, die im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf Mitte Mai 2020 begonnen wurde und auf 3.000 Tests von Null- bis 19jährigen beruht, kommt zu diesem Schluss. Wenn Kinder erkranken, fällt auf, dass die Verläufe besonders mild sind. Mediziner führen das auf ein besseres Immunsystem zurück.

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