„Die Stadt Frankfurt am Main beleuchtet zum dritten Mal in Folge während des Fastenmonats Ramadan die Einkaufsstraße Freßgass’ mit islamischen Symbolen wie Halbmonden, Sternen und dem Schriftzug „Happy Ramadan“.
Die Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, geb. in Teheran, gehört den GRÜNEN an, ist Dezernentin für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt und bezeichnet die Aktion als Zeichen des friedlichen Miteinanders und der Solidarität.
Kritiker bemängeln jedoch den Einsatz von Steuergeldern und sehen eine Zurückdrängung christlicher Traditionen.
Die Islamwissenschaftlerin Professor Susanne Schröter kritisierte die Ramadanbeleuchtung im Gespräch deutlich. Sie warnte vor einer politischen Instrumentalisierung religiöser Symbole durch den politischen Islam und sprach von einer „islamistischen Landnahme“ im öffentlichen Raum. Schröter verwies zudem auf Berichte über Druck und religiöses Mobbing an Schulen während des Ramadans. Auch mit Blick auf Integration äußerte Schröter Sorgen: Eine aktuelle Umfrage zeige, dass jeder vierte Mensch mit Migrationshintergrund zu Hause kein Deutsch spreche. Besonders problematisch sei dies für Kinder, die ohne ausreichende Sprachkenntnisse in die Schule kämen. Schröter plädierte deshalb für frühzeitige Sprachtests und verpflichtende Angebote, etwa über eine Kita-Pflicht.“