„Für das „Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer“ wurden laut Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung mehr als 14.000 Schülerinnen und Schüler sowie über 2.500 Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeitende befragt. Es handelt sich um die erste Untersuchung dieser Art in ganz Deutschland. Das Institut für Demoskopie Allensbach führte die schriftlichen Befragungen von November 2025 bis Januar 2026 an 450 Schulen durch.
Die Zahlen sind eindeutig: Mehr als die Hälfte der befragten Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeitenden bewertet Gewalt und Konflikte an der eigenen Schule als „großes“ oder „sehr großes“ Problem. Fast zwei Drittel berichten von einer Zunahme der Gewalt an Schulen seit der Corona-Pandemie.
Die Erfahrungen der Schüler spiegeln dies wider. Besonders drastisch ist offenbar die Lage bei Neuntklässlern: 63 Prozent berichteten von Beleidigungen, 49 Prozent davon, von Mitschülern lächerlich gemacht worden zu sein. 26 Prozent gaben an, ausgegrenzt oder gemobbt worden zu sein, 25 Prozent wurden geschlagen, getreten oder geboxt. Vier Prozent berichteten sogar davon, verprügelt worden zu sein.“