Gabor Steinberg sagt im Interview mit dem „Cicero“:
„Es geht aus meiner Sicht gar kein Weg daran vorbei, die Nähe dieses neuen Regimes in Damaskus zu suchen, auch wenn die Warnzeichen deutlich sind. Erstens ist es deutsches Interesse, dass Syrien nicht wieder ins iranische Lager abgleitet. Iran wird uns in den nächsten Jahren weiter viele Probleme machen und ohne Syrien ist die Islamische Republik schwächer als bisher. Zweitens ist es aus meiner Sicht – das ist meine persönliche Meinung – sehr richtig, dass die Bundesregierung versucht, einen großen Teil vor allem derjenigen Syrer, die sich in unseren Sozialsystemen aufhalten, nach Syrien zurückzubringen.
Insofern ist dieser Pragmatismus der Bundesregierung aus meiner Sicht absolut angebracht. Er entspricht deutschen Interessen. Und es wäre sträflich, jetzt nicht zu versuchen, mit der Regierung al-Sharah zumindest dieses eine Problem der deutschen Innenpolitik zu lösen.“