Rechtsbeugung im Amt. Die „Welt“ hat „Die Afghanistan-Protokolle“
„Michael Rohschürmann, ehemaliger Direktor Sicherheit GIZ in Kabul, erfährt nie, nach welchen Kriterien die Bundesregierung die mutmaßlich Schutzbedürftigen ausgesucht hat. Doch er spürt, wie groß der Druck ist, den Anschein zu vermitteln, alles Mögliche zu tun, um Afghanen zu retten. Täglich seien E-Mails von Abgeordneten bei ihm eingegangen, die Nachrichten von irgendeinem Afghanen bekommen hatten, berichtet er. „Dann hieß es: Der ist ganz gefährdet, den müsst ihr schnell retten. Es schien damals zum guten Ton zu gehören im Bundestag, dass jeder einen Afghanen retten muss.“ Die Menschenrechtsliste wird für ihn zu einem Symptom eines aus dem Ruder laufenden Aktionismus.“