„Die COVID-19-Sterbefälle wurden in den USA während der Corona-Krise um bis zu zwei Drittel übererfasst. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Juni veröffentlichte US-amerikanische Studie des Chemie-Nobelpreisträgers Michael Levitt. Er wertete zusammen mit seinen Co-Autoren – darunter der Epidemiologe und Statistiker John Ioannidis – sämtliche knapp 57 Millionen zwischen 2003 und 2023 in den USA ausgestellten Todesscheine neu aus und verglich das Ergebnis mit der daraus erzeugten offiziellen Todesursachenstatistik. Dabei nahmen die Forscher die neben der Haupttodesursache zusätzlich in den Totenscheinen angegebenen begleitenden Todesursachen genauer unter die Lupe. Je nach Gewichtung der begleitenden Todesursachen lag die Übererfassung der COVID-19-Todesfälle bei 44 bis 63 Prozent.“