Zum Inhalt springen

Die Eisheiligen

„Die Eisheiligen sind das, was Meteorologen als Wetter-Singularität bezeichnen – ein wiederkehrendes Muster in der Atmosphäre, das sich durch das bloße „Mehr“ an CO2 nicht einfach in Luft auflöst oder in seiner Dynamik verändert.

Die Ursache ist ein fundamentales physikalisches Zusammenspiel: Da die Sonne im Mai bereits intensiv strahlt, erwärmt sich die europäische Landmasse rasant, während der Nordatlantik nach dem Winter noch weitgehend ausgekühlt ist. Dieser massive thermische Kontrast provoziert atmosphärische Strömungsmuster, die regelmäßig arktische Polarluft nach Mitteleuropa pumpen. Dieses physikalische Gesetz – die Zufuhr arktischer Luftmassen bei Nordwetterlagen – ist völlig unabhängig davon, ob wir nun 280 ppm, 420 ppm oder sonst eine beliebige Konzentration von Spurengasen in der Atmosphäre haben.“