Friedlicher Widerstand in Hamburg – Die Polizei hält sich ans Grundgesetz

 15:10 Uhr

Wir spazieren mit der Zeitung „Demokratischer Widerstand“ (DW) und dem Grundgesetz in der Hand über den Jungfernstieg, Menschen gleicher Gesinnung spazieren uns entgegen. Wir sind wach und konzentriert wie jeden Samstag, haben Ohren und Augen überall, doch wo ist das sonst so präsente Aufgebot der Polizei? Wir wundern uns. Es ist ruhig und friedlich. Man lässt uns gewähren.

15:20 Uhr

Wir erreichen den Platz, der von weitem als „Versammlungsort“ zu erkennen ist, Menschen, die ihre Decken und Matten mit Abständen ausbreiten, Menschen, die mit DW, Grundgesetz und Wasserflasche „bewaffnet“ bereits auf dem Boden Platz genommen haben, Menschen mit Plakaten, die Freiheit fordern, Menschen mit Mundschutz und gefüllten Shoppingtaschen, die stehen bleiben und gucken, aber immer noch – keine Polizei.Wir fragen die Organisatoren, also 3-4 Menschen mit weißer Armbinde, ob wir hier noch Platz nehmen dürfen, „ja, geht nach hinten durch“. Gut. Wir breiten uns mit Abstand zur nächsten Person aus, setzen uns in den Schneidersitz. Angemeldet und genehmigt sind 25 Personen. Sofort ist klar, wir sind mehr. Nachher erfahre ich – über 40. Immer noch davon überzeugt, dass die Polizei das Treffen auflösen wird, verteile ich noch den DW und spreche den anderen Mut zu.

15:25 Uhr

Ich setze trotz Regenwetter meine Sonnenbrille auf, weil ich mit Sichtschutz alles im Blick behalte möchte. Ich gehe eh fest davon aus, dass Meditation, wie ich sie sonst in Tiefe und Ruhe praktiziere, nicht möglich sein wird.

15:28 Uhr

Ein Sprecher und Organisator erklärt, dass der DW etwas weiter an einem Kiosk mit 4.000 Exemplaren bereit liegt, mit der Bitte nach der Meditation bei der Verteilung zu helfen. Ein anderer verteilt Texte und fordert uns auf, egal wie schief es klingt, gleich zur Einstimmung mitzusingen.

15:30 Uhr

Alle stimmen ein – Pippi Langstrumpf! So schief klingt es gar nicht. Dann wird es ruhig. Wir gehen in die Meditation. Doch nur für ein paar Sekunden. 13-15 schwarz vermummte Antifa-Anhänger stehen vor der meditierenden Gruppe, erzeugen mit einem Gerät ein sehr unangenehmes Pfeifgeräusch. Unruhe kommt auf. Doch alle bleiben in ihrer Stille sitzen. Der Organisator und 2 andere Helfer fordern die Antifa auf, sich sofort zu entfernen, deeskalations-durchdacht in Wort, Lautstärke und Hand- und Armzeichen. Es dauert ein bisschen, aber dann- es funktioniert! Sie ziehen weiter, wir haben das Gefühl eines geschützten Raumes. Ich denke und freue mich im Stillen: WIR SIND MEHR! Es fängt an zu regnen, wir spannen Regenschirme und setzen Kapuzen auf, bleiben aber sitzen.

15:30-16:30 Uhr

Die Stunde erscheint lang. Doch ich werde in meiner vorherigen Meinung eines Besseren belehrt – friedliche Energie breitet sich aus – viele von uns kommen tatsächlich in eine tiefe Meditation. Auch ich.

16:30 Uhr

Wir stehen lächelnd auf, ich sehe 3 Mannschaftswagen und 8 Polizisten vorne stehen. Doch nicht wegen uns, da so viele zusätzlich mit Grundgesetz spazierten und dazu noch Schaulustige, aber auch einfach Interessierte und Befürworter sich zwischenzeitlich sammelten, wurde es mit „Versammlungscharakter“ begründet, beobachtet und aufgelöst. Zum friedlichen Ende: Lächeln, bedanken, miteinander sprechen, Zeitungen verteilen. All das war noch möglich. UND – mein absolutes, mich zutiefst berührendes Highlight : Ein Polizist nahm sich von einem von uns ausgelegtem Stapel die Zeitung des Demokratischen Widerstands – breitete sie aus, und fing an zu lesen…..

DANKE. Bis nächste Woche

4 Gedanken zu „Friedlicher Widerstand in Hamburg – Die Polizei hält sich ans Grundgesetz“

  1. Inzwischen gibt es einen Offenen Brief an den Innensenator, den Polizeipräsidenten und den Bürgermeister von Hamburg, der der Mopo und dem Hamburger Abendblatt vorliegt.
    Weiterhin gibt es fünf Menschen aus diesem Kreis hier, die an alle 13 Bundestagsabgeordneten aus Hamburger Wahlkreisen Briefe zur Zwangsimpfung schreiben oder geschrieben haben.
    In Schleswig- Holstein werden für die nächsten 2-3 Wochen keine Personalausweisanträge angenommen, das könnte bedeuten, daß der Immunitätsausweis an den Personalausweis gekoppelt wird…

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